Kunstszene

Kunst-Quarantäne-Paket #4

Uffizien, Städel, Louvre. Namen, die jeder von uns schon so oft gehört hat. Museen, die mit ihren Sammlungen überzeugen und die auch digital erkundet werden können. Doch wie? Wir haben für euch recherchiert.

Die Großen digital entdecken

Alleine durch die weltbekannten Museen schlendern. Stundenlang, am besten tagelang all die atemberaubenden Werke nur für sich genießen. Was würden wir dafür nur geben. 

Um ein bisschen das Gefühl des alleinigen Rundgangs durch diese faszinierenden Sammlungen zu erhalten, haben etliche der großen Museen spannende digitale Angebote konzipiert. Wir stellen euch in der vierten Ausgabe unseres Kunst-Quarantäne-Pakets sieben Beispiele vor. Setzt also eine Kanne Tee auf, macht es euch gemütlich und schon kann es losgehen.

The Art Institute of Chicago

Am 07. März 2020 wurde die Ausstellung El Greco: Ambition and Defiance im Art Institute of Chicago eröffnet. Da ein persönlicher Besuch nicht möglich ist, nehmen uns die Kurator*innen digital mit in die Ausstellung. Taucht ein in die Welt des 1541 in Griechenland geborenen Künstlers. Detaillierte Informationen erhält man über den AudioGuide, den man einfach kostenfrei runterladen kann. Ginia Sweeney, Assistant Director of Interpretation am Art Institute of Chicago, führt in ihrem Artikel El Greco: The Long Search to Find His Voice in das Œuvre El Grecos ein.

In den kommenden Wochen sollen weitere Artikel folgen. Zuvor bietet sich ein Blick in das Leben El Grecos an. 

„Visit Us Virtually“ heißt es auf der Website des Art Institute of Chicago. Und genau das können wir euch nur ans Herzen legen. Tausende Kunstwerke könnt ihr in der Online-Collection entdecken, alle begleitet von zahlreichen Informationen (auch Publikationslisten – ganz praktisch, wenn man sich gerade rein zufällig mit Werken aus der Sammlung beschäftigt). Viel Spaß beim Stöbern!

Vatikanische Museen, Rom

Der Vatikan, die Machtzentrale der Katholischen Kirche. Ein mystischer Ort, hinter dessen dicken Mauern seit Jahrhunderten die Päpste ihr Zuhause gefunden haben (mit wenigen Ausnahmen), sowie eine Kunstsammlung, die als eine der wichtigsten weltweit gilt.

Die Vatikanischen Museen zählen wohl zu den bekanntesten Museen. Ein Grund, warum jede*r Kunstinteressierte mindestens einmal live durch die heiligen Hallen schlendern möchte. Zurecht. Doch leider führt das auch dazu, dass die Räume schnell überfüllt sind. Einmal ganz alleine durch diese atemnberaubenden Räumlichkeiten schlendern. Einmal all dies Kunst nur für sich genießen können. Träumt davon nicht jede*r? Digital ist das möglich. Genießt eure virtuelle Tour durch die Sixtinische Kapelle!

Oder schaut rein in den halbstündigen Rundgang durch die Museen (eine Kooperation des Vatikans und des Fernsehsenders EWTN):

MoMA – Museum of Modern Art, New York

Eine der weltweit bedeutendsten Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst beherbergt das MoMA – Museum of Modern Art in New York. Auf alle Fälle ein Besuch wert. Bis das wieder geht, empfehlen wir euch MoMaLearning. Bis Herbst 2018 wurde die Seite mit verschiedenen Wissensvermittlungen zu unterschiedlichen Themen und Künstler*innen bestückt. Schaut euch das Video bzgl. Kunstvermittlung gleich mal an: Five Tips for Teaching with Works of Art | MoMA Educatio. Wolltet ihr einen kurzen Überblick haben über Film, Design oder Photography?

Sehr empfehlen können wir auch den YouTube-Channel des MoMAs. Zu finden sind Videos über Ausstellungen, Blicke hinter die Kulissen, Artist Stories, Meinungen zu verschiedenen Kunstwerken – The Way I See It – und vieles vieles mehr. 

Guggenheim – New York, Venedig und Bilbao

Die Online-Collection des Guggenheim präsentiert über 1.700 Kunstwerke von etwas 625 Künstler*innen. Zu entdecken sind Highlights aus dem Solomon R. Guggenheim Museum, New York, aus der Peggy Guggenheim Collection, Venedig, und dem Guggenheim Museum Bilbao. Gesucht werden kann laut Website nach Artist, Dates, Mediums, Movements, Venues und Special Collections. Jedes Werk kann einzeln betrachtet werden und grundlegende Angaben werden angezeigt. Bei zahlreichen Objekten sind sogar Objekttexte beigefügt.

Es macht Spaß sich durch die Online-Collection zu klicken. Vor allem die Einordnungen bringen einen dazu immer weiter zu machen. Wir hoffen, dass es euch genauso geht.

Zusätzlich können wir euch auch hier nur wärmstens den YouTube-Channel empfehlen.

Musée du Louvre, Paris

Der Louvre, das drittgrößte Museum der Welt, lockt jährlich an die zehn Millionen Besucher*innen nach Paris.

Doch wie wurde aus der mittelalterlichen Festung das heute weltbekannte Museum? 800 Jahre Architekturgeschichte gibt es hier in unter drei Minuten.

Heute werden auf einer Fläche von über 60.000 Quadratmetern um die 35.000 Objekte der Öffentlichkeit präsentiert – ein Bruchteil der eigentlichen Sammlung. Und trotzdem schafft man es nicht an einem Tag alles gesehen zu haben. Monatelang, wenn nicht gar Jahre könnte man sich im Palais du Louvre aufhalten und wahrscheinlich würde man immer noch etwas Neues entdecken.

Umso schöner, dass man Teile auch virtuell entdecken kann, unter anderem die Ausstellung in der Petite Galerie, in der man Werken von Rembrandt, Tintoretto und Delacroix begegnen kann. Genießt die Ruhe auf euren Rundgängen.

Auf einen Besuch der ganz besonderen Art laden Beyoncé und Jay-Z ein:

Le Gallerie degli Uffizi, Florenz

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#UffiziSpring Un raffinato quanto spesso inosservato protagonista dei prati a primavera è l'elleboro, verde corolla appartenente alla famiglia delle “Ranunculaceae”. Pianta medicamentosa dalle molte virtù, è altresì altamente velenosa e difficile da dosare. #Botticelli la rappresenta sotto i piedi di #Venere: si dice che prolungasse la giovinezza ma anche che curasse la follia, rimediando in particolare allo stato di alterazione dell'umore e dell'equilibrio dovuto ad amore non corrisposto. Pianta nota agli antichi, già Petronio , Diogene Laerzio e Plinio ne decantavano le proprietà: pare che ampliasse le capacità percettive e creative. Per principio omeopatico, ciò che guariva dalla follia d'amore, conduceva alla follia di allucinazione… #UffiziSpring La primavera, la vita in dialogo con i capolavori del museo… #WaitingforSpring • E N G 🌍 An elegant but also often unnoticed flower, even if very common over spring grasses is Hellebore, green corolla of the family of “Ranunculaceae”. It is a medical plant: it has a lot of virtues but it is also highly poisonous. Botticelli depicts it under the feet of #Venus, eternally young and beautiful: hellebore was told to prolong youth but also to heal from insanity for unrequited love. It is mentioned by ancient writers like Petronius, Plinius or Diogenes Laërtius because it widens perception: what heals from love insanity, brings to hallucination madness… #UffiziSpring and life in direct dialogue with our masterpieces.

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Durch die berühmten Uffizien in Florenz geht es Dank sogenannter IperVisioni: Dabei geht es auf Reisen. Zu entdecken sind die Meisterwerke der Sammlung und ihre Geschichten. Eingebettet werden diese in fesselnde Beschreibungen und die Darstellungen sind herausragend. Man kann schon von kleinen Online-Ausstellungen sprechen. Wie findet ihr diese 19 Einblicke?

Städel Museum, Frankfurt

700 Jahre Kunstgeschichte, älteste Museumsstiftung Deutschlands, eine der bedeutendsten Kunstsammlungen weltweit und das auch zu Hause auf dem Sofa. Denn: „Das Städel kommt zu Ihnen“. Ein umfangreiches digitales Angebot öffnet in den eigenen vier Wänden einen spannenden Blick ins Museum.

Zwar ist die Ausstellung Making Van Gogh nicht mehr live zu sehen ist, aber kommt doch mit uns nach Frankfurt und genießt bei einer Tasse Tee Vincent van Gogh – Der Künstler und die Deutschen.

Der Podcast Finding van Gogh. Auf der Suche nach dem legendären „Bildnis des Dr. Gachet“ überzeugt uns noch immer. Wisst ihr noch, um was es geht? Wenn nicht, schaut doch kurz nach in unserem Artikel Kunst-Podcasts 2019. Hier findet ihr auch eine Playlist mit ausgewählten Kunst-Podcasts. Und falls ihr Finding van Gogh noch nicht hören konntet: Jetzt ist genau die richtige Zeit dafür!

Die Digitorials laden ein ehemalige Ausstellungen nochmals Revue passieren zu lassen und falls man nicht vor Ort sein konnte, kann man sich ein gutes Bild zur jeweiligen Thematik verschaffen.

„Kunstgeschichte online – der Städel Kurs zur Moderne“. In fünf Modulen und anhand rund 250 Werken aus der Städel-Sammlung kann jede*r in seinem ganz eigenen Tempo in die Welt der Kunstgeschichte und Bildwissenschaften eintauchen. Sobald der Kurs vollendet ist, erhält man ein Zertifikat. Falls ihr dafür also noch keine Zeit hattet: Los geht’s!

Und hier schon mal ein erster Einblick in die Ausstellung EN PASSANT. Impressionismus in Skulptur:

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