Eine blaue Leinwand, davor ein Tisch mit Malutensilien.
Künstler:innen

KUNE im Atelier von… Margret Berger

Große Fenster, bunte Leinwände und eine herrliche Aussicht auf die Wurmlinger Kapelle – das Atelier von Margret Berger in Bühl ist wie aus dem Bilderbuch. Im Inneren: Große Leinwände, viel Licht und natürlich Farbe, Farbe, Farbe. Dazwischen, in der gemütlichen Sitzecke, hat sie uns über ihr Leben und ihre Kunstwerke erzählt.

Die Künstlerin: Margret Berger

Im ersten Beruf erlernte Margret Berger Floristik und schon bei der Ausbildung war das Fachzeichnen der Blumenstudium ihre Lieblingsbeschäftigung. Die Kunst lief lange Zeit nebenher, während sie an der Freien Kunstakademie in Nürtingen studierte. Neben der Malerei waren dort auch Neue Medien, Philosophie und Bildhauerei ihre Schwerpunkte. Während sie zu Beginn ihrer Tätigkeit als professionelle Künstlerin viele Installationen verwirklichte, nahm die Malerei in ihrem Werk immer größeren Raum ein.

Eine Frau vor einem Bild.
Margret Berger in ihrem Atelier © Foto: Maik Hanicz.

Die Kunst: Freude durch Farbe

Margret Bergers Bilder sprühen vor Farbe und verbreiten Freude. Lange Jahre lebte sie in der Südsee. Die Farbenfreude der Kultur, der dortigen Natur, der Unterwasserwelt und die Naturgewalten sind immer wieder Anlass für neue Bilder. „Deutschland“, so Margret Berger, „erschien mir nach dem Aufenthalt in der Südsee sehr grau. Mit meinen Bildern möchte ich Farbe in den Alltag bringen.“  

In der Kunstgeschichte sind es daher farbenliebende Maler, die Margret Berger beeindrucken: Wasily Kandinsky, Paul Klee, Jackson Pollock und besonders Gerhard Richter: „Sein Umgang mit Farbe, sein Ansatz und seine Einstellung zur Kunst finde ich bemerkenswert.“, so Margret Berger

Inspiration in der Natur

Auch die Natur in der Heimat oder auf kürzeren Reisen inspiriert Margret Berger. Die Landschaft, Flora und Fauna, aber auch Lichtspiele und Spiegelungen interessieren sie. Als genaue Beobachterin tritt sie der Natur gegenüber: Wie verhält sich Wasser auf verschiedenen Oberflächen? Wie kann man diese Phänomene ins Bild umsetzen? „Die Folgen von Naturkatastrophen, wie Buschfeuer oder Vulkanausbrüchen können uns eine andere Wirklichkeit zeigen – Zerstörung, neues Gedeihen, Überleben“, so Margret Berger

Eine Sitzecke.
Margret Berger empfing uns in der gemütlichen Sitzecke ihres Ateliers. © Foto: Maik Hanicz.

Die Kunst: Langsames Entstehen

Auch ihre Bilder erzählen die Geschichte vom langsamen Entstehen, von Außeneinflüssen und organischen Prozessen. Oft arbeitet sie nass in nass oder mir lasierenden Ölfarben. Der Zufall ist ein Element, das den Entstehungsprozess stark beeinflusst. Manchmal bleibt eine Leinwand aber auch ein paar Tage stehen. Dann sitzt Margret Berger in ihrem bequemen 70er Jahre Sessel und betrachtet die Leinwand. Sie wird dann beobachtet, wie die Natur: Wo ist etwas im Entstehen? Wo braucht es noch Farbe? Was könnte aus dem Bild werden? Über diesen Prozess sagt Margret Berger: „Ich lasse dem Bild Raum, sich selbst zu finden“. Daher arbeitet sie oft an mehreren Bildern gleichzeitig, denn es kann Jahre dauern bis ein kreativer Prozess zum Ende kommt. 

Eine Wand voller farbiger Leinwände.
Oft stehen die Bilder lange im Atelier und warten auf die weitere Bearbeitung. © Foto: Natalie Savas.

Das Atelier: Loft mit Aussicht

Das Atelier von Margret Berger ist daher auch voller bunter Leinwände. Teils sind es Bilder, an denen sie gerade arbeitet, teils sind es Werke, die gerade ausruhen und auf den nächsten Bearbeitungsschritt warten. Der weite Blick über das Neckartal lädt dazu ein, die Gedanken schweifen zu lassen und lässt die Natur, die Margret Berger so wichtig ist, ins Atelier dringen.

Ein heller Raum voller Gemälde.
Blick in Margret Bergers Atelier. © Foto: Maik Hanicz.

Das Werk für Bebenhausen

Margret Berger ist eine der Künstlerinnen unserer Ausstellung Bebenhausen inspiriert. 34 zeitgenössische Perspektiven auf Schloss und Kloster, die am 7. Juli beginnt. Das Kloster und Schloss Bebenhausen ist für sie voller Gegensätze: Das Leben der Schweigemönche und die „megakitschigen Meerjungfrauenlampen“ im Schloss, das ehemals blühende Leben innerhalb der Klostermauern und die großen, stillen Räume, die heute den Eindruck der Anlage prägen. Inspirationsquelle waren Muster und Lichtspiele, die sie dort entdeckt hat: das Licht, das durch das Chorfenster fällt, die Lichtspiele der Blätter der Bäume auf dem Gelände und die Muster, die Flechten und Salze auf den historischen Mauern bilden.

Mehr Informationen findet ihr unter
margret berger malerei kunst (margret-berger.de) und
Bebenhausen inspiriert. 34 zeitgenössische Perspektiven auf Schloss und Kloster – Kune Projects

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